loslassen sollte man nur dass, das einem nicht gut tut…….

mal eigene Gedanken….

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es kursiert zur Zeit wieder ein Post, wo es darum geht, alte Traditionen zugunsten „unserer Gäste umzubenennen bzw. überhaupt aufzugeben“……..
Wieso müssen wir in einer Gesellschaft, in der wir „viele Gäste aufgenommen haben“ unsere Kultur, unsere Tradition usw…. ablegen? Was wird damit bezweckt?
Traditionen sind Handlungsmuster, die sich als „gut und erdend“ bewährt haben und vor allem den Zusammenhalt der Gemeinschaft auch sichern. Will „die politische Führung“ das nicht mehr und wenn, warum denn nicht?
Wenn das „Aussen“ „der Spiegel des Inneren“ ist, so könnte es vielleicht sein, dass wir uns selbst und unsere Kultur, sprich unser lebendiges Selbstverständnis für unsere Herkunft, für dass, das wir „gepflegt und urbar“ gemacht haben und somit für dass, das unser Grundstock und unsere Wurzeln sind, nicht mehr achten und würdigen?
Ich für meinen Teil schätze Traditionen im Jahrkreis sehr (nicht den damit verbundenen Geschäftssinn 😉 … aber gut, das ist eine andere Geschichte) …. jedoch ist es wunderschön, wenn das Jahr in gewisse Teilabschnitte eingeteilt ist und man diese Teilabschnitte miteinander zelebriert und feiert und sei es nur, dass man sich hier wieder „mal“ trifft und austauscht. Das hält zusammen, gibt ein Gefühl der Geborgenheit und Heimat. Und persönlich mag ich es sehr, wenn ich auf den „Christkindlmarkt“ gehe, der Advent mit seinem Duft nach Anis, Orange und Zimt eine Freude in mein Herz zaubert, wir Ostern das Auferstehungsfest feiern, das Dorf den „Kirtag“ tanzt und die Kinder am St. Martinstag mit der Laterne singend durch die Gassen ziehen und am Hl. Abend die Lichter einen Glanz in die dunkelste Zeit zaubern, dass einem ganz warm im Herzen wird……..
WARUM sollten wir das aufgeben, umbenennen und „kalt“ werden lassen……… ???

….. (c) Barbara

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Circum 9/2017 oder es ist, was es ist….

circum 9Die letzte Woche verging wie im Flug. Urlaub, Sonne, Meer, Strand, malen, bogenschießen, trommeln und noch vieles mehr. Eigentlich paradiesisch und dennoch….. es gibt immer irgendwo ein Haar in der Suppe, damit es nicht zu harmonisch sondern „gespannt“ bleibt. Die richtige Spannung im Leben, der gespannte Bogen, um den Pfeil genau abzuzielen. Aber ein gut gespannter Bogen ist nicht alles, vor allem kommt es auf den „Stand“ an. Der EIGENE STAND ist die Basis für alles.

Viele, die mich kennen, wissen, dass ich gerne beobachte … vor allem Menschen. Lernt man sich selbst doch so am besten kennen. Die Bandbreite an Verhaltensweisen von Menschen ist mindestens genau so groß wie ihre Geschichte. Kennt man die Geschichte eines Menschen, weiß man auch genau, warum er sich so und so verhält. Kennt man sie nicht, wundert man sich oft…

Ich konnte Menschen beobachten, die völlig frei in ihrem Ausdruck waren, frei von irgendwelchen Konventionen und auch frei von Scham. Müssig, darüber nachzudenken, ob sie dies nun nur im Urlaub als Kompensation für das restliche Jahr waren oder sich gänzlich in ihrem Leben so geben 😉 .

Und dann gab es da die andere Kategorie… es war die Kategorie derer, die eher selbstgenügsam und bedacht im Ausdruck war. Doch aufgrund einiger Situationen machte ich mir so meine Gedanken. Wenn man stets bedacht auf seinen Ausdruck ist, passiert es auch, denn so will es das Leben, dass einiges eben nicht passt und dann kommt der Faktor des „schämens“ dazu. Diese Fähigkeit erlernen wir Menschen meist ab dem zweiten Lebensjahr. Scham ist die Furcht vor dem Urteil anderer… oder doch vor unserem eigenen Urteil???

An sich ist „schämen“ etwas, dass zu unserem Zusammenleben dazu gehört, es sichert „auch“ den Verbleib in einer Gruppe. Also so gesehen nichts Negatives, doch innerlich fühlt man sich in so einem Augenblick auf „tausend, siedendheiß“, sämtliche Alarmglocken sind angestellt. Überstarkes Schamgefühl macht krank, dämpft unsere Energie und Freude und wir ziehen uns zurück. Mit der Zeit merken wir, dass wir uns ungenügend und „falsch“ fühlen, oftmals in keinem Verhältnis zur Sache selbst.

Da greif ich nun auf einen psychologischen Artikel zurück, den ich vor einiger Zeit gelesen habe, wo man in einer Studie herausfand, dass Menschen, die leichter in Verlegenheit geraten um es mal nicht „schämen“ zu nennen, als großzügiger und vertrauenswürdiger wahrgenommen werden, verglichen mit anderen Menschen.

Irgendwo hab ich auch mal gelesen, schämen ist gerade bei vielen Frauen wie eine „soziale Epidemie“. Müssen wir uns nun wirklich schämen? Oder ist schämen einfach nur ein Korrekturventil, um uns bewusst zu machen, WAS wir selbst wollen, indem wir erkennen – und dass es nicht nur darum geht, dass zu tun, um in der Gemeinschaft „gut zu funktionieren“, wenngleich es Regeln in einer Gemeinschaft geben darf und muss! Und Scham entwickelt sich genau am Maßstab der Gesellschaft. Was bedeutet für Dich nun Scham, dient sie als Mittel zur Selbstdisziplinierung oder als Mittel zur Disziplinierung durch die Gemeinschaft, in der Du Dich gerade befindest, egal ob Familie oder andere……….

„Es ist, was es ist“, sagt die Liebe….. so meinte es schon Erich Fried und diese Worte lasse ich nun einfach so stehen……….

Einen reflektierenden und  doch gelösten sowie liebevollen September uns allen

❤ lichst Barbara

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