Circum 8

gleichgewicht8

Die Natur ist in ihrer vollen Kraft, die Ernte beginnt. Wie habe ich als Kind diesen Monat August geliebt. Manchmal wenn die Hitze über den Felder flirrte, alles ruhig war, nur das Zirpen der Grillen und das Jubilieren der Vögel, einfach himmlisch, diese Ruhe, die Stille, die Harmonie mit allem.

August oder die 8, welche Botschaft birgt sie? Die 8 stehend für das Gleichgewicht. Das äußere Bild, also unsere Umgebung zeigt uns unser inneres Bild. Über andere zu urteilen oder auch über sich selbst stört dieses Gleichgewicht. Meist besitzen beide Seiten einer Ansicht Gültigkeit, jeder aus seinem Universum heraus. Ist oft nicht wirklich zu verstehen, wenn man in einem Thema gerade steckt.

Meist haben wir schon in der Kindheit gelernt, es dem anderen recht zu machen, im Außen für Harmonie zu sorgen. Doch die eigenen Bedürfnisse unter dem Druck des anderen zurückzustellen oder auch umgekehrt schafft niemals wahren Frieden, das ist auch nicht mit Gleichgewicht gemeint. Meist sind wir viel zu sehr in der Kontrolle statt im Vertrauen. Viele Menschen fragen mich immer, worauf man denn vertrauen soll, wo sie doch so oft enttäuscht wurden? Das Vertrauen bezieht sich in erster Linie immer auf sich selbst, auf die eigene Seele, auf das, was die Seele mit einem sozusagen vorhat  🙂  .

Dem eigenen Seelenweg zu vertrauen ist nicht immer leicht. Zu oft wusste man ganz genau, dass man dies und jenes einfach machen musste und dennoch endete das Ganze in einem Fiasko. Das Resultat unseres Verstandes ist, okay, ich muss mich selbst drum kümmern, ich kann meiner Seele nicht mehr vertrauen. Dann kommen Ver- und Beurteilung. Letztlich wäre aber das „Hinsehen“ wichtig, warum die Seele gerade diesen Weg gewählt hat.

Seien wir doch einmal ehrlich. Wer sieht denn auf eine Sache, wenn sie nicht irgendwo drückt oder gar weh tut? Der Seelenweg ist nicht immer der Weg der oberflächlichen Harmonie. Harmonie oder Gleichgewicht will manchmal auch erst erworben werden, indem man ordentlich auf den Tisch klopft. Unsere Seele wählt keinen „falschen Weg“, auch wenn wir das oft denken mögen. Unsere Seele lässt uns nicht im Stich, niemals!!! Aber wir müssen schon unsere Kraft annehmen, sie leben und nicht zurückhalten. Manchmal ist es einfach der Auftrag, dem anderen ein Halt, also eine Grenze zu zeigen, egal ob es ihm passt oder nicht.

Alles was so geschieht ist, dass wir Kräfte in uns mobilisieren, von denen wir bislang noch keine Ahnung hatten. Für den einen ist es, dass er lernt zu reden, für den anderen, dass er lernt sich abzugrenzen und wieder für einen anderen, dass er lernt, die Dinge einfach sein und sie das Leben ordnen zu lassen usw.

Tief in uns liegt unsere schöpferische Energie, die alles bereithält, was wir brauchen, wenn wir nur bereit sind, hinzusehen. Unzählige Lösungen warten auf unseren Ruf, wenn wir nur unseren Sinn auf das Thema „Lösungen“ anstatt „Probleme“ richten. Das Gefühl des richtigen Zeitpunktes will natürlich ebenfalls dabei zum Ausdruck kommen.

Es geht nicht um Spannungen und um Gegensätze, die ausgeglichen werden wollen. Mit der 8 geht es darum, in die eigene Kraft zu gehen, die eigene Macht und Autorität anzuerkennen und mitunter damit auch recht ungemütlich zu werden, wenn es die Situation erfordert. Nicht immer den roten Teppich für andere, sondern ihn auch für sich selbst auszurollen, selbst darauf hoch erhobenen Hauptes darüber zu schreiten, dabei aber immer das Wohl des Ganzen im Auge behaltend.

Zu guter Letzt kommt noch der Aspekt der Dankbarkeit, der sehr eng mit der 8 verbunden ist. Dankbarkeit ist ein sehr dehnbarer Begriff. Wahre Dankbarkeit kommt aus dem Inneren und sie hat nichts damit zu tun, dass ein anderer für einen etwas bewerkstelligt hat. Dankbarkeit ist der Ausdruck eines Gefühls aus dem eigenen Inneren durch die Akzeptanz dessen was passiert, egal ob es einem gefällt oder nicht, schließlich bewertet sowieso nur das Ego. Die Akzeptanz dessen, dass sich die Seele etwas ausgesucht hat, dass ein bisserl weh tut, damit man einfach lernt hinzusehen und in seine Kraft zu gehen 🙂 .

Dankbarkeit dafür, dass unser Herz gerade diesen Weg gewählt hat, egal ob wir dabei angenehm oder unangenehm sein mussten. Dankbarkeit, dass dieser Schritt auf unserem Weg wiederum eine Einweihung war, eine Einweihung um unser Bewusstsein zu erweitern, um wieder einen Schritt näher zu uns SELBST hinzumachen. Dankbarkeit für das Leben, mit allem, was darin vorkommt schafft Gelassenheit und Ruhe und somit ein gutes Gleichgewicht, um den Stürmen des Alltags in Würde Stand zu halten.

❤ lichst Eure Barbara

(c) Barbara HM Wandraschek  www.kabeah.at.tf

 

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Neumond im Krebs am 4.7. um 13.02

Euch bzw. uns allen eine wundervolle und atemberaubend schöne und herzerfüllte Zeit in dieser neuen Woche. ❤ ❤ ❤   barbara

Krebs, unter anderem das Zeichen des Annehmen Könnens. Betrachten wir doch Mal den Krebs, eingeschlossen in seinen Panzer, weil sonst zu verletzlich? Geht’s uns denn nicht auch oft so, eingeschlossene Gefühle in einem Panzer, wo wir uns selbst nicht mehr erkennen oder spüren.
Die Angst vor sich selbst, vor seinem Inneren, vor seinen Gefühlen oder wie andere es auch nennen, die Angst vor dem Inneren Kind. In Sitzungen sehe ich oft bei Menschen, dass Ihr inneres Kind einen meilenweiten Abstand zur Seele und zum Verstand hält und diese Menschen haben oft im Außen das Gefühl, niemand braucht sie, sie seien sowieso nicht wichtig, man ignoriert sie usw…
Dabei ist es dieser innere Teil, den sie selbst abgespalten haben. Der nun ein trostloses Dasein in einer „finsteren Ecke“ führt anstatt am prallen, fröhlichen aber mitunter auch nicht immer so einfachen Leben teilzunehmen. Wie viel Fürsorge bekommt denn dieser innere Anteil von uns? Wie gehen wir mit unseren tiefinnersten Wünschen (nicht Egowünschen, aber hallo 😉 ) wahrhaft um?
Wie weit achten wir denn darauf, uns unseren „Raum“ nehmen zu dürfen, denn tun wir das nicht, werden wir mit der Zeit starr und steif. Schmerzen stellen sich ein. Wo ist das zündende Feuer der Leidenschaft für uns selbst und unsere Herzenwünsche? Das Leben selbst bestimmen, indem man wachsam jedoch verbindlich ist, deutliche Grenzen setzt und auch respektiert und eine klare Vorstellung davon entwickelt, was man wahrhaft will.
Beginnen wir doch, uns dem Leben „neu zu stellen, neu Position zu beziehen“. Halten wir Rückschau über unsere Bindungen, was will beendet werden, was geheilt und welche Bedingungen verbessert, damit wir freier in unserem Ausdruck werden? Tragen wir immer noch Ballast der Vergangenheit herum obwohl nicht mehr dienlich? Eine tiefere Einsicht in die Verbindungen, die wir mit anderen haben, hilft auch einen Schritt weiter.
In den Rauhnächten hatte ich in der Meditation dazu ein Bild erhalten: „“Alles war grau, in das Grau eintauchend stellte sich ein Gefühl des Friedens ein und dann wurde es hell und Glückssymbole erschienen. Plötzlich war alles eine Blumenwiese, die Sonne schien, eine Blume in der Hand und ein Schmetterling aus Metall, den man „aufziehen“ konnte, flog direkt in den blauen Himmel hinein bis er sich auflöste. „“
Ziemlich symbolträchtig dachte ich mir, die Maske unserer künstlich aufgebauten Seele fliegt weg, hinein in die Heilung und macht Platz der echten, wahrhaften Persönlichkeit mit ihrer liebevollen Herzensausrichtung frei von Angst, alles wird dadurch freier und leichter.
Deshalb ist dieser Neumond für mich die Aufforderung, das Drehbuch meines Lebens neu zu schreiben, mich tiefer einzulassen auf mich, auf meine Mitmenschen, neue Einsichten im Miteinander zu erlangen um einer lebendigen Transformation Platz zu machen. Humor dabei nicht ausgeschlossen sondern erwünscht 😉 .Und wenn ich so daran denke, dass ich am 14.7. zum 7.tenmal meinen zweiten Geburtstag feiere, so passt das doch für das 7. Jahr. Die Zeit der Korrektur ist angebrochen um wahrhaft frei und authent zu sein, zu leben, zu agieren. Möge die Geschichte gelingen und mögen diese Worte Ermunterung für den ein oder anderen sein, der in einer ähnlichen Geschichte steckt oder anderweitig gerade braucht.
lichst Eure Barbara

(c) Barbara HM Wandraschek

http://www.kabeah.at.tf